Johanniskraut

Johanniskraut

Die Sonne unter den Kräutern

Eine Mitsommerpflanze die ihren Namen vom Johanni-Tag (24.Juni) bekommen hat, das Johanniskraut. Um die Tage der Sommersonnenwende kann man überall das leuchtende Gelb der Pflanze sehen, denn zu dieser Zeit öffnet sich das Johanniskraut. Das Kraut wird wie keine andere Pflanze mit der Sonne assoziiert. Diese Pflanze nimmt in den warmen Sommermonaten die Kraft der Sonne auf, um sie dann an den Menschen weiter zu geben. Das Johanniskraut ist dadurch ein Heilmittel gegen leichte und mittlere Depressionen. Das wusste schon Paracelsus im Mittelalter und die Schulmedizin bestätigt das auch heutzutage. Aber auch als Wundheilmittel sollte das Johanniskraut-Öl verwendet werden. Leider sind die zahlreichen anderen Heilwirkungen des Johanniskrautes etwas in Vergessenheit geraten. Doch sollte im Winter alles trostlos erscheinen – eine Tasse Johanniskraut-Tee bringt Sonnenstrahlen in ihr Leben.
Silvia und Kathi, ganz festlich in Tracht
Silvia und Kathi, ganz festlich in Tracht
Kienles › Kienles Blog

Kräuterweihe zu Maria Himmelfahrt in Balderschwang

Maria Himmelfahrt ist der Tag an dem wir alle Kräuter weihen lassen.

Kräuterweihe findet am Marienfeiertag, dem 15.August statt. Es ist Maria Himmelfahrt.

Bei der Graböffnung Mariens entströmte ein ganz besonderer Duft der Kräuter, Maria war auf Kräuter gebettet. Der Brauch der Weihe stammt aus dem 17. Jht. Zu Ehren der Mutter Gottes und für den Schutz, den sie uns erteilt, binden wir einen „Kräuterbuschen“. Diesen tragen wir zur hl. Messe und die Kräuter werden geweiht. Den Kräuterbuschen hängen wir im Dachboden oder im Herrgottswinkel in der Stube auf. Das ganze Jahr über wird bei Gewitter ein Teil verbrannt und geräuchert. Es schützt uns bis zu Johanni. Dann geben wir ihn der Erde zurück, der Rest wird im Johannesfeuer verbrannt.

Wir sammeln Kräuter, die bei uns wachsen, alle haben eine symbolische Bedeutung.
In die Mitte, dem Herzstück des Kräuterbuschen kommt eine
Königskerze – Kraft, Stärke, Schutz
Rose – für die hl. Maria, Schutz
Lilie – für den hl. Josef,
Ähre, Korn – fürs tägliche Brot
Alant – Anzahl der Familienmitglieder einbinden, Mut, Kraft
Efeu – macht den Schluss

Für die Gesundheit, Schutz und Heilung:
Majoran, alle Minzen, Thymian, Salbei, Zitronenmelisse, Sonnenblume, Malve, Esche, Linde, Weide
Für Kraft, Mut und Schutz:
Schafgarbe, Beifuß, Rosmarin, Wermut, Wegerich, Nelken, Himbeere, Fingerhut, Eibisch, Wacholder
Für Glück und Liebe:
Baldrian, Johanneskraut, Ringelblume, Eisenkraut, Kamille, Liebstöckel, Mädesüß, Malve, Pfefferminze
Für Wohlstand, Weisheit und Erfolg:
Farn, Eisenkraut, Salbei, Kamille, Wegwarte, Goldrute, Beinwell, Eiche, Holunder
Für Frieden:
Eisenkraut, Lavendel, Schafgarbe, Frauenmantel
Für guten, erholsamen Schlaf:
Baldrian, Rosmarin, Kamille, Holunder, Steinklee
Für Schutz vor Unwetter und Regen zur rechten Zeit:
Farn, Hauswurz
Für Blitzschlag:
Königskerze
Für Fruchtbarkeit des Menschen und der Tiere:
Geranie, Zinnkraut, Sonnenblume, Hasel, Weißdorn
Am Ende des Buschen kommen noch Efeu-Blätter zum gesamten Schutz.

Es müssen und können auch nicht alle Kräuter eingebunden werden, jeder bindet, was er sammelt oder im eigenen Garten hat.

Es hat viel Freude bereitet ...

Silvia ist mit Eifer bei der Sache!
Profi Kathi kommt extra aus Brand angereist!
Besondere Blumen- und Kräuterauswahl
Silvia erklärt und zeigt wie gebunden wird,
Die Mitte bildet immer die Königskerze.
Anke's Kräuter- und Blumenauswahl
Silvia aus Hittisau, auch heuer dabei!
Simone, noch ganz am Anfang ...
Simone's Tochter Teresa ...
Kräuterbuschen binden bei Kienles Jagdhütte
Duftende Utensilien liegen bereit.
So jung und schon so kreativ! Super!
Ein Wagen voller Blumen und Kräuter!
Anke hat schon zwei Kräuterbuschen gebunden.
Ganz fleissig haben die Mädels aufgeräumt!
Kräuterweihe in der Pfarrkirche
Silvia und Kathi, ganz festlich in Tracht