Johanniskraut

Johanniskraut

Die Sonne unter den Kräutern

Eine Mitsommerpflanze die ihren Namen vom Johanni-Tag (24.Juni) bekommen hat, das Johanniskraut. Um die Tage der Sommersonnenwende kann man überall das leuchtende Gelb der Pflanze sehen, denn zu dieser Zeit öffnet sich das Johanniskraut. Das Kraut wird wie keine andere Pflanze mit der Sonne assoziiert. Diese Pflanze nimmt in den warmen Sommermonaten die Kraft der Sonne auf, um sie dann an den Menschen weiter zu geben. Das Johanniskraut ist dadurch ein Heilmittel gegen leichte und mittlere Depressionen. Das wusste schon Paracelsus im Mittelalter und die Schulmedizin bestätigt das auch heutzutage. Aber auch als Wundheilmittel sollte das Johanniskraut-Öl verwendet werden. Leider sind die zahlreichen anderen Heilwirkungen des Johanniskrautes etwas in Vergessenheit geraten. Doch sollte im Winter alles trostlos erscheinen – eine Tasse Johanniskraut-Tee bringt Sonnenstrahlen in ihr Leben.
Gratuliere!
Gratuliere!
Hirschsteak mit Rosmarinholz gebraten
Hirschsteak mit Rosmarinholz gebraten
Heute servieren wir Ihnen...
Heute servieren wir Ihnen...
mhh lecker...
mhh lecker...
Kienles › Kienles Blog

vom Gasthof zum Kräuterhotel

Seit Anfang Januar darf sich unser Hotel zu den Allgäuer Kräuterhotels zählen. Im Rahmen ihres Weihnachtsessens überreichte uns der Vorstand des Allgäuer Kräuterlandes das Zertifikat zum Kräuterhotel und Kräuterwirt. Dies war ein gut "gekräuterter" Abend.

Unser Gasthaus gibt es seit über 200 Jahren, wir sind und waren immer ein Familienbetrieb, der mit den Jahren gewachsen ist, sich verändert und weiterentwickelt hat. Wir leben gerne die Allgäuer Tradition und Gastlichkeit mit dem Flair aus meiner Heimat, dem benachbarten Bregenzerwald. Heimische Produkte sind enorm wertvoll, und liegen uns am Herzen. So wird bei uns Wild aus Balderschwang und dem benachbarten Lecknertal verarbeitet. Ohne den gschmackigen, würzigen Allgäuer Bergkäse von meinem Bruder Stefan geht’s gar nicht und und zur Abrundung verwenden wir duftende Kräuter aus unserem Kräutergarten.
Vom Hirschsteak auf Rosmarinholz gebraten, über Käseknödel im Blattspinat und Kräuterrahm bis hin zum süssen Pfefferminz-Parfait gibt’s noch eine ganze Menge leckeres zur Auswahl.

Gewachsen, gereift und verändert ähnlich einem Garten. Ein Blumen-, Gemüse-, Beeren- oder Kräutergarten. Vieles können wir vergleichen. Im Frühling sind wir voll Energie und Kraft, richtig in Schwung, der Sommer lässt uns zufrieden auf das Geschaffene zurückschauen und ernten, im Herbst geht es nochmals in die Tiefe der Wurzeln, … umgraben, zurückschneiden, vorbereiten, einwintern und zur Ruhe finden. Der Winter in Balderschwang ist lang, oft hart und anstrengend. Aber nie möchten wir ihn missen!

In der Landwirtschaft meinen Eltern durfte ich schon von klein weg lernen, wie einfach und unkompliziert die Natur uns beschenkt. Auf der Alpe überzeugte oft ein unscheinbares Kraut von seiner großen Kraft. Ich erinnere mich an die Arnika, welche meinem Vater sehr am Herzen lag. Zur rechten Zeit und mit viel Liebe sollte die Blume gepflückt, mit Alkohol angesetzt und für einige Wochen in die Sonne gestellt werden. Bei vielen „Wehwehchen“ wurde diese Arnikatinktur geöffnet und angewandt. Dazumal war es für mich noch kein Heilkraut, seine Wirkung habe ich jedoch nie vergessen! Es waren noch keine ausgezeichneten „Kräuterhöfe“, aber den Umgang mit der Bergwelt und Natur war meinen Eltern nicht fremd! Sie wußten mit dem Land umzugehen, es zu pflegen, zu schützen, zu mögen und dankbar dafür zu sein.

Die Liebe zur Natur blieb unvergessen und es war ein Herzenswunsch von mir, ein bischen Erde zu bestellen, einen eigenen Garten zu haben! Ich liebe die Farben der Blumen, den Duft der Kräuter, ihre Vielfalt – unbeschreiblich!
Vor ein paar Jahren konnten wir dann ein kleines Anwesen in Balderschwang erwerben. Jetzt habe ich meinen eigenen Garten, den Kräutergarten mit heimischen Kräutern, einen Beerengarten, eine Wiese, in der auch unzählige „Wilde“ Kräuter ihren Platz haben, und ein Kräutertor aus Nagelfluhsteinen. Um auch „gekräutert“ sicher da zu stehen war es mir ein Anliegen, den Allgäuer Wildkräuterführer zu absolvieren.

Mit großem Interesse bewarben wir uns als Kräuterwirt und auch als Kräuterhotel, um unsere Vorlieben, Ideale und Träume in unserem abwechslungsreichen Beruf zu leben, verwirklichen und weiterzugeben!
Anfang des Jahres besuchten uns die Vorstandsmitglieder und überreichten die Urkunden, welche wir gerne und mit Stolz entgegennahmen.

Wir – Konrad, Silvia mit d´ Schmelga Stefanie und Anna-Maria – freuen uns unbandig, dass wir uns ab jetzt ganz offiziell „Kräuterwirt“ und „Kräuterhotel“ nennen dürfen.