Kräuterwissen

Eine kleine Kräutergeschichte

Kräuter waren von jeher in allen Kulturen benutzt. Die Römer brachten das antike Kräuterwissen über die Alpen. In den Klostergärten des Mittelalters pflanzten dann Nonnen und Mönchen zahlreiche Heilkräuter an. Die überlieferte Kräutermedizin wurde nach der Erfindung der Buchdruckerkunst in umfangreichen Folienaten gesammelt. Das Wissen über die Kräuter wanderte so von den Klöstern in die Bauerngärten und in die Volksheilkunde. Das Sammeln wilder Kräuter gehörte bald zum Alltag der Landbevölkerung. Fast jede Hausfrau hatt ihr Lieblingskraut - wie heute ...
Königskerze in unserem Kräutergarten
Königskerze in unserem Kräutergarten
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Königskerze. Verbascum thapsiforme

Wird auch Himmelbrandblume genannt, auch Wallkrautblume. Sie dient als Haustee bei Husten, Brustschmerzen und Lungenverschleimung und leistet als Aufgusstee vorzügliche Dienste. Man verwendet die getrockneten Blüten. Versüßt wird der Tee durch Honig oder Kandis.

Volksnamen:
Wollkraut, Himmelbrandblume, Brennkraut, Donnerkerze, Fackelblume, Johanniskerze, Marienkerze, Zottich

Wie die Königskerze zu ihrem Namen kam, ist einfach zu erraten. Leuchtend gelb blühend erhebt sie sich stattlich und kann eine Größe von bis zu 2 Metern erreichen. Der aufrechte, wollfilzige Stängel trägt die 3-5cm großen, leuchtend gelben Blüten, die zwei- bis fünfbüschelig wachsen, sowie die breit-elliptischen, gekerbten, sternhaarigen Blätter .

Die Königskerze bevorzugt steinige, sonnige Plätze wie Waldlichtungen, Kahlschläge, Schuttflächen, Wegränder, Steinbrüche.
Von Mitte Juni bis September werden an sonnigen taulosen Tagen die geöffneten Blüten ohne die grünen Blütenkelche gesammelt und schonend getrocknet.

Die Inhaltsstoffe der Königskerze wirken schleimlösend, auswurffördernd, wundheilend leicht fiebersenkend und schweißtreibend, wodurch sie ein hervorragendes Mittel gegen Husten und Atemwegsentzündungen ist. Auch bei Ohrinfektionen, Hämorrhoiden und Verbrennungen und wunder Haut findet sie Verwendung.
Früher verwendete man auch die frischen, zerkleinerten Blätter zur Linderung wunder Hautstellen.

Für einen Aufguss überbrühe man 2 Teelöffel der getrockneten Blüten mit einer Tasse Wasser und lasse es 5 Minuten ziehen. Mit Honig gesüßt wird er als Hustentee getrunken, äußerlich wird er bei Augenentzündungen, Brandwunden und Geschwüren als Umschlag aufgelegt.